Vor 30 Jahren, am 28. Juli 1996, ging DF1 als erster digitaler Fernsehanbieter auf Sendung. Noch im selben Jahr wurden die ersten digitalen Fernsehsignale in Deutschlands Kabelnetze eingespeist. Diese waren damals neben der Antenne und dem stark wachsenden Satelliten-Direktempfang der wichtigste Verbreitungsweg für Medien. Der Schritt vom analogen Rauschen zu klaren, stabilen Übertragungen brachte mehr Sender, eine bessere Bildqualität und neue Anwendungen auf die Mattscheibe. Zugleich machte die später folgende Abschaltung der analogen Übertragungstechnik den Weg frei für Gigabit-Internet in Deutschlands Kabelnetzen.
„Die Digitalisierung des Fernsehens hat Möglichkeiten geschaffen, die mit analoger Technik nicht realisierbar waren“, erklärt Guido Kneuper, TV-Technik-Experte bei Vodafone.
Elektronische Programmführer, Video-on-Demand und Pay-per-View entstanden. Hochauflösendes Fernsehen wurde massentauglich, moderne UHD/4K-Angebote wurden überhaupt erst realisierbar. Heute sind mehrsprachige Tonspuren und Untertitel Standard – Features, die das Fernseherlebnis grundlegend verändert haben.
Die wichtigsten Verbreitungswege für den digitalen Fernsehempfang sind auch heute noch die Satellitenübertragung (DVB-S) und das Kabelnetz (DVB-C). Weitere Empfangsmöglichkeiten sind Antenne (DVB-T2) oder Internet (IPTV).
Im Jahr 2012 endete die analoge Satellitenübertragung. Sieben Jahre später, im März 2019, schaltete Vodafone die letzten analogen Signale in seinem Kabelnetz ab – zwei Jahre nach dem Kabelnetzbetreiber Unitymedia, dessen Infrastruktur heute zu Vodafone gehört. Durch diese Abschaltung wurden wertvolle Frequenzen in den Kabelnetzen frei. Vodafone nutzt diese freigewordenen Frequenzen heute für leistungsfähige Breitbanddienste mit Gigabit-Geschwindigkeiten. „Die Digitalisierung des Kabelfernsehens war weit mehr als nur ein besseres Bild“, sagt Kneuper rückblickend. „Sie verwandelte das alte Fernsehkabelnetz in die heutige Gigabit-Infrastruktur mit Internet-Geschwindigkeiten von bis zu 1000 Mbit/s.“
Neben der Analogabschaltung spielten auch neue Technologien für die Aufwertung des Kabelnetzes eine Rolle. Diese machten das Kabelnetz zum Beispiel rückkanalfähig – eine wichtige Voraussetzung für interaktive Dienste und Datenübertragungen. So ist das Kabelnetz heute längst mehr als ein Fernsehmedium – es ist eine wichtige Datenautobahn für TV, Streaming und vor allem schnelles Internet.
Der größte Kabelnetzbetreiber Deutschlands ist nach der Übernahme von Kabel Deutschland (2013) und Unitymedia (2019) heute Vodafone. Das Unternehmen erreicht über das Kabelnetz mehr als 24 Millionen Haushalte und hat rund 8 Millionen TV-Kunden.
Analoge Live-Übertragungen zeigten kaum Verzögerungen bei der Übertragung von Live-Bildern im Fernsehen. Bei der Digitalisierung muss das Signal für verschiedene Netze und Endgeräte aufwendig verarbeitet werden. Dadurch kommt das Live-Bild mit Verzögerungen auf den heimischen Bildschirm – bei der letzten Fußball-Weltmeisterschaft betrugen diese beim Internet-Fernsehen beispielsweise bis zu 30 Sekunden. Das führt zu einer kuriosen Situation: Der Nachbar mit Kabel oder Satellit jubelte schneller über das Tor als der Streaming-Zuschauer nebenan.
Zur Fußball-WM startete Vodafone den Jubel-Booster fürs Kabelfernsehen
Die Zukunft ist vielfältig. Streaming wächst, doch lineares Fernsehen bleibt ein wichtiger Bestandteil der Mediennutzung, auch wenn es sich kontinuierlich wandelt. „Viele Menschen möchten sich nach Feierabend einfach berieseln lassen und nicht selbst zum Programmdirektor werden. Besonders bei Live-Sport, Nachrichten, Events und Hintergrundnutzung hat lineares Fernsehen weiterhin seine Stärken", sagt Kneuper. Mobile Nutzung auf Smartphone und Tablet gewinnt an Gewicht. „Das Zweit-Gerät wird für Unterhaltung unterwegs immer wichtiger", betont Kneuper. Gleichzeitig sieht er einen Wandel bei den Endgeräten. „Der klassische Wohnzimmer-Fernseher verliert langfristig an Bedeutung“, ist er überzeugt. Künftig könnten leichte Brillen-Displays Bilder direkt vor die Augen projizieren und für ein ganz neues Fernseherlebnis sorgen. „Bis solche Lösungen den Massenmarkt erreichen, wird es noch einige Jahre dauern. Die Richtung hin zu immersiven und mobilen Fernseherlebnissen ist jedoch klar erkennbar“, meint der Technik-Experte.
Vodafone ist einer der führenden Kommunikationskonzerne Deutschlands. Die Vodafone-Netze verbinden: Menschen und Maschinen, Familien und Freunde sowie Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Millionen Menschen sind Vodafone-Kunden – ob sie surfen, telefonieren oder fernsehen; ob sie ihr Büro, ihr Zuhause oder ihre Fabrik mit Vodafone-Technologie vernetzen.
Die Düsseldorfer liefern Internet, Mobilfunk, Festnetz und Fernsehen aus einer Hand. Als Digitalisierungsexperte der deutschen Wirtschaft ist Vodafone vertrauensvoller Partner für Start-ups, Mittelständler genau wie DAX-Konzerne. Mit fast 29 Millionen Mobilfunk-, etwa 10 Millionen Breitband- und rund 9 Millionen TV-Kunden sowie zahlreichen digitalen Lösungen erwirtschaftet Vodafone Deutschland mit über 13.000 Mitarbeitenden einen jährlichen Gesamtumsatz von etwa 12 Milliarden Euro. Vodafone treibt den Infrastruktur-Ausbau in Deutschland voran und erreicht bundesweit knapp 30 Mio. deutsche Haushalte mit Gigabit-Geschwindigkeit. Gemeinsam mit seinem Partner OXG bauen die Düsseldorfer in den kommenden Jahren bis zu sieben Millionen neue FTTH Glasfaser-Anschlüsse. Mit seinem 5G Mobilfunk-Netz erreicht Vodafone mehr als 94 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Vodafones Maschinen-Netz (Narrowband IoT) für Industrie und Wirtschaft funkt auf mehr als 97 Prozent der deutschen Fläche.
Vodafone Deutschland ist mit einem Anteil von rund 30 Prozent am Gesamtumsatz die größte Landesgesellschaft der Vodafone Gruppe, einem der größten Telekommunikationskonzerne der Welt. Vodafone hat weltweit etwa 370 Millionen Mobilfunk- und Festnetz-Kunden und eine der größten IoT-Plattformen.
Vodafone schafft eine bessere Zukunft für alle. Denn: Technologie ebnet den Weg für ein digitales und nachhaltigeres Morgen von Menschen und Unternehmen. Dabei verpflichtet sich der Konzern, seinen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Das Ziel: bis 2040 Netto-Null-Emissionen.
Diversität ist in der Unternehmenskultur von Vodafone fest verankert und wird durch zahlreiche Maßnahmen gefördert. Dazu zählen Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenso wie Netzwerke für Frauen, Väter oder LGBT+. Vodafone respektiert und wertschätzt alle Menschen: unabhängig von ethnischer Herkunft, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, Glauben, Kultur oder Religion.
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