Die Universitätsmedizin Frankfurt hat den umfassenden Ausbau ihres 5G-Mobilfunk-Netzes erfolgreich abgeschlossen und damit einen zentralen Schritt in der digitalen Weiterentwicklung des Klinikums vollzogen. Mit dem Abschluss der letzten Systemumstellungen und der Integration der mobilen Endgeräte in das 5G-Netz ist das Projekt nun vollständig umgesetzt: Die Nutzung der neuen 5G-Infrastruktur im Klinikalltag ist ab sofort vollumfänglich möglich. Den Netzausbau hat Vodafone umgesetzt.
Im Rahmen des Projekts wurden über 650 5G-Antennen im Hauptgebäude und auf dem gesamten Klinikgelände installiert. Damit ist eine nahezu vollständige Mobilfunk-Abdeckung im Innen- und Außenbereich sichergestellt. Ergänzend wurden rund 24.000 Meter CAT7-Kabel sowie 10.700 Meter Lichtwellenleiter (LWL) verlegt. Die Infrastruktur umfasst zudem 458 Distributed Antenna Systems (DOTs), 7 GPS-Antennen, 59 Indoor Radio Units (IRUs), 12 BaseBand-Einheiten sowie 36 Technikräume auf dem Campus.
Bereits seit der Inbetriebnahme des 5G-Vodafone-Netzes in Haus 23 der Universitätsmedizin Frankfurt profitiert die Universitätsmedizin von einer modernen, leistungsfähigen Mobilfunk-Versorgung. Ziel der nun abgeschlossenen Umstellung ist es, die Erreichbarkeit der Mitarbeitenden weiter zu verbessern und die Daten-Bandbreite im gesamten Klinikbetrieb deutlich zu erhöhen.
Eine leistungsfähige Mobilfunk-Versorgung ist im Klinikalltag von zentraler Bedeutung: Ärztliche Teams, Pflegefachpersonen und weitere Mitarbeitende müssen jederzeit zuverlässig erreichbar sein und zunehmend mobile digitale Anwendungen direkt im Versorgungsalltag nutzen können. Gerade in einem komplexen Gebäudeverbund wie der Universitätsmedizin Frankfurt sind stabile Verbindungen und schnelle Datenübertragungen entscheidend für modernste Medizin und Pflege, effiziente Abläufe sowie eine reibungslose Kommunikation.
Der 5G-Ausbau wurde im Rahmen des EU-Programms CEF Digital mit rund 3,8 Millionen Euro gefördert. Die Gesamtkosten des Projekts beliefen sich auf 4,5 Millionen Euro. Die Umsetzung erfolgte seit 2022 in Zusammenarbeit mit Vodafone.
Für Prof. Dr. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Frankfurt, ist der erfolgreiche Abschluss des Netzausbaus ein wichtiger Meilenstein: „Ein flächendeckendes, leistungsfähiges 5G-Netz ist für eine moderne Universitätsmedizin heute ebenso essenziell wie Strom und Wasser. Es bildet die Grundlage dafür, dass unsere Mitarbeitenden innovative digitale Lösungen im Alltag nutzen können – für mehr Effizienz, schnellere Entscheidungen und eine bessere Versorgung der Patientinnen und Patienten.“
Dieses Projekt zeigt: 5G kann Leben retten. Wir haben die Frankfurter Universitätsmedizin zum vollvernetzten Krankenhaus gemacht.
Michael Jungwirth aus der Vodafone Geschäftsleitung: „Dieses Projekt zeigt: 5G kann Leben retten. Wir haben die Frankfurter Universitätsmedizin zum vollvernetzten Krankenhaus gemacht. Und wir haben hier mit Echtzeit-Mobilfunk neue digitale Services getestet, die helfen, die Qualität der medizinischen Versorgung zu steigern. Jetzt gilt es, diese neuen Technologien dauerhaft in den Klinik-Alltag zu integrieren.“
Auch aus Sicht der Landespolitik zeigt das Projekt die Bedeutung leistungsfähiger digitaler Infrastrukturen für die medizinische Versorgung. Prof. Dr. Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, unterstreicht: „Das Projekt an der Universitätsmedizin Frankfurt zeigt, dass eine leistungsfähige digitale Infrastruktur das Fundament für innovative digitale Anwendungen ist. 5G ermöglicht Datenübertragung in Echtzeit – ein entscheidender Vorteil, insbesondere für Menschen im ländlichen Raum. Sie können sich lange Wege in Spezialkliniken sparen und dennoch von einer Versorgung auf dem Niveau einer Universitätsklinik profitieren. Allein im Rahmen des letzten Mobilfunk-Pakts wurden über 2.500 5G-Standortmaßnahmen in ganz Hessen umgesetzt. Die Landesregierung hat dafür die Genehmigungsverfahren bereits mehrfach vereinfacht und unterstützt den Mobilfunk-Ausbau in ländlichen Regionen auch finanziell.“
Bereits während der Bauphase wurden verschiedene Anwendungsfälle getestet, um die Patientenversorgung durch digitale Anwendungen weiter zu verbessern. Grundlage ist das Förderprojekt „Digitales Universitätsklinikum Frankfurt“, das 2018 vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst initiiert wurde. Mit der 5G-Infrastruktur werden diese Projekte auf ein neues technisches Niveau gehoben. Dazu gehören Spezialistenhilfe per Video in Echtzeit, Ultraschall-Untersuchungen mit Live-Beratung und ein 5G-basiertes Ortungssystem für medizinisches Equipment, Laborproben und Betten, das derzeit noch getestet wird.
Vodafone baut 5G-Netz für das Universitätsklinikum Frankfurt
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