Tschüss Kupfer

Das steckt hinter Deutschlands DSL Abschaltung

  • Netze für morgen statt Technologien von gestern: Deutschland bereitet den Ausstieg aus der Kupfer-Ära vor.
  • Europa will Tempo beim Gigabit-Ausbau: Nach Vorgabe der EU-Kommission sollen kupferbasierte Netze bis 2035 europaweit der Vergangenheit angehören.
  • Bundesnetzagentur muss Fahrplan liefern: Für eine geordnete DSL-Abschaltung gilt es nun, klare Kriterien und Regeln zu definieren und umzusetzen.
  • Rund 773 Milliarden Euro für Deutschlands Zukunft: Gigabit-Netze können Wachstum, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit spürbar stärken.
  • Mehr Auswahl, mehr Leistung für Verbraucher dank leistungsfähigen Gigabit-Anschlüssen und mehr Wettbewerb im Festnetz.

Deutschlands digitale Zukunft steht an einem Scheideweg. Während Gigabit-Technologien europaweit zum Rückgrat der Digitalisierung werden, surfen in Deutschland noch immer Millionen deutscher Haushalte über langsames DSL, alte Kupferleitungen des Telefonnetzes. Eine Technologie, die lange Zeit gute Dienste geleistet hat, ist heute ein Bremsklotz. Und reif für den Ruhestand.

Grund dafür: die Anforderungen an digitale Netze haben sich grundlegend verändert. Homeoffice, Cloud-Anwendungen, Streaming, vernetzte Industrie und Künstliche Intelligenz benötigen leistungsfähige, stabile und zukunftssichere Netze. Dafür reichen die Möglichkeiten der Kupfer-Technologie zunehmend nicht mehr aus. Deshalb diskutieren Politik, Regulierungsbehörden und die Telekommunikationsbranche den nächsten großen Schritt: die schrittweise Abschaltung von DSL und den Umstieg auf moderne Gigabit-Netze.

Deshalb muss Deutschland jetzt handeln – und besser früher als zu spät abschalten

Deutschlands digitale Wettbewerbsfähigkeit hängt maßgeblich von leistungsfähigen Infrastrukturen ab. Werfen wir einen Blick auf andere Länder, wird schnell klar: Deutschland hat eindeutig Nachholbedarf. Andere europäische Länder wie Spanien, Portugal, Frankreich und Norwegen haben den Wechsel von flächendeckendem Kupfer auf Gigabit bereits beendet oder liegen im Abschaltprozess weit vor Deutschland. Rund 24 Millionen deutsche Haushalte hingegen nutzen noch immer eine Technologie des vergangenen Jahrhunderts – genannt: DSL. Damit verlieren wir nicht nur an Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch an digitaler Souveränität, Innovationskraft und Resilienz. Grundpfeiler für eine souveräne, digitale Zukunft.

DSL-Abschaltung – auch ein Wirtschaftsfaktor

Die Abschaltung der alten Kupfer-Technologie hätte auch große Auswirkungen auf Deutschlands Wirtschaftlichkeit. Denn: Gigabit-Netze schaffen die Grundlage für digitales Wachstum, Innovation und neue Geschäftsmodelle. Laut einer Studie von DIW Econ könnte ein konsequenter Umstieg auf Gigabit-Infrastrukturen bis 2030 eine zusätzliche Bruttowertschöpfung von bis zu 773 Milliarden Euro in Deutschland ermöglichen. Das entspricht rechnerisch rund 9.000 Euro zusätzlicher Wirtschaftsleistung pro Einwohner und: in etwa der gesamten jährlichen Wirtschaftsleistung eines Bundeslands wie Bayern.

Hinzu kommt: Solange in Regionen mit bestehenden Gigabit-Netzen weiterhin aktiv Kupferanschlüsse vermarktet werden, wird der Umstieg auf moderne Netze gebremst. Das verlangsamt die Migration der Kundinnen und Kunden, erschwert die Auslastung neuer Infrastrukturen und schwächt Anreize für weitere Investitionen in den Netzausbau. Eine geordnete DSL-Abschaltung schafft deshalb nicht nur Planungssicherheit für Verbraucher, sondern auch die Voraussetzungen für mehr Wettbewerb und effizientere Investitionen in Deutschlands digitale Zukunft.

Gigabit-Internet jetzt für 31 Millionen Haushalte

Vodafone erweitert sein Gigabit-Netz kontinuierlich und erreicht inzwischen 31 Millionen Haushalte, während Glasfaser-Ausbau und Netzmodernisierungen die Leistungsfähigkeit und Reichweite weiter steigern.

Europa gibt die Richtung vor

Dieses Bedürfnis hat auch bereits die europäische Kommission erkannt und verfolgt das Ziel, Europa flächendeckend mit leistungsfähigen Gigabit-Netzen auszustatten. Um Gesamt-Europa wieder zum globalen Akteur zu machen, sollen bis 2035 alte DSL-Leitungen abgeschaltet werden. Moderne Glasfaser- und Gigabit-Infrastrukturen hingegen das digitale Rückgrat Europas bilden – für mehr Wachstum, Innovation und technologische Souveränität.

Auch die deutsche Bundesregierung unterstützt diesen Zeitplan. Dazu veröffentlichte die BNetzA ein Konzept für den Umstieg auf schnelles Internet. In Deutschland soll ab 2030 Kupfer sukzessive abgeschaltet werden. Dafür wurden jetzt erste klare Leitplanken festgezurrt, die die Branche für eine erfolgreiche Abschaltung benötigt. Obwohl der Zeitplan noch ambitionierter hätte ausfallen können und es noch immer an klaren Meilensteinen und Abschaltkriterien mangelt, steht damit fest: die Tage des Kupfer-Internets in Deutschland sind gezählt.

Das bedeutet die DSL-Abschaltung für Verbraucher

Das Wichtigste vorweg: niemand wird von heute auf morgen ohne Internet dastehen. DSL-Abschaltung bedeutet nicht: Stecker raus, Internet weg.

Plan ist, die Kupferleitungen schrittweise, über Jahre hinweg, geordnet und strategisch abzuschalten und Verbraucher auf schnellere Gigabit-Alternativen wie Kabel-Glasfaser oder Glasfaser umzuschalten. Technologien, die heute schon schnelleres Internet in Deutschlands Haushalte bringen. Außerdem wird mit der Kupfer-Abschaltung der Wettbewerb im Festnetz angeregt. Was wiederum bedeutet: Mehr Wahlfreiheit für Deutschlands Verbraucher.

Hier stehen wir aktuell

Wann die Abschaltung startet und wie genau der Übergang aussieht, wird derzeit noch ausgestaltet und diskutiert. Vodafone setzt sich für einen frühen und verbindlichen Fahrplan ein – idealerweise ab 2028. Denn je früher die Branche Planungssicherheit erhält, desto reibungsloser und kundenfreundlicher kann der Wechsel auf Gigabit-Anschlüsse erfolgen und desto besser lassen sich die europäischen Ziele bis 2035 erreichen.

Voraussetzung dafür sind klare Abschaltkriterien, transparente Prozesse und eine frühzeitige Information der Kundinnen und Kunden. Ebenso braucht es verlässliche Informationen über geplante Abschaltgebiete sowie faire und einheitliche Regeln für alle Anbieter, vorgegeben durch die Bundesnetzagentur.

Die DSL-Abschaltung ist ein Schlüsselprojekt für Deutschlands digitale Zukunft. Jede Investition in alte Kupfernetze verzögert den Ausbau der Netze von morgen. Der Umstieg auf Gigabit ist deshalb nicht nur ein Technologiewechsel – er ist eine Investition in Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und die digitale Zukunft Deutschlands.

Vodafone Deutschland

Vodafone ist einer der führenden Kommunikationskonzerne Deutschlands. Die Vodafone-Netze verbinden: Menschen und Maschinen, Familien und Freunde sowie Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Millionen Menschen sind Vodafone-Kunden – ob sie surfen, telefonieren oder fernsehen; ob sie ihr Büro, ihr Zuhause oder ihre Fabrik mit Vodafone-Technologie vernetzen.

Die Düsseldorfer liefern Internet, Mobilfunk, Festnetz und Fernsehen aus einer Hand. Als Digitalisierungsexperte der deutschen Wirtschaft ist Vodafone vertrauensvoller Partner für Start-ups, Mittelständler genau wie DAX-Konzerne. Mit fast 29 Millionen Mobilfunk-, etwa 10 Millionen Breitband- und rund 9 Millionen TV-Kunden sowie zahlreichen digitalen Lösungen erwirtschaftet Vodafone Deutschland mit über 13.000 Mitarbeitenden einen jährlichen Gesamtumsatz von etwa 12 Milliarden Euro. Vodafone treibt den Infrastruktur-Ausbau in Deutschland voran und erreicht bundesweit knapp 30 Mio. deutsche Haushalte mit Gigabit-Geschwindigkeit. Gemeinsam mit seinem Partner OXG bauen die Düsseldorfer in den kommenden Jahren bis zu sieben Millionen neue FTTH Glasfaser-Anschlüsse. Mit seinem 5G Mobilfunk-Netz erreicht Vodafone mehr als 94 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Vodafones Maschinen-Netz (Narrowband IoT) für Industrie und Wirtschaft funkt auf mehr als 97 Prozent der deutschen Fläche.

Vodafone Deutschland ist mit einem Anteil von rund 30 Prozent am Gesamtumsatz die größte Landesgesellschaft der Vodafone Gruppe, einem der größten Telekommunikationskonzerne der Welt. Vodafone hat weltweit etwa 370 Millionen Mobilfunk- und Festnetz-Kunden und eine der größten IoT-Plattformen.

Vodafone schafft eine bessere Zukunft für alle. Denn: Technologie ebnet den Weg für ein digitales und nachhaltigeres Morgen von Menschen und Unternehmen. Dabei verpflichtet sich der Konzern, seinen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Das Ziel: bis 2040 Netto-Null-Emissionen.

Diversität ist in der Unternehmenskultur von Vodafone fest verankert und wird durch zahlreiche Maßnahmen gefördert. Dazu zählen Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenso wie Netzwerke für Frauen, Väter oder LGBT+. Vodafone respektiert und wertschätzt alle Menschen: unabhängig von ethnischer Herkunft, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, Glauben, Kultur oder Religion.

Weitere Informationen:
www.vodafone-deutschland.de oder www.vodafone.com.

*Gender-Hinweis

Lediglich aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird häufig nur die grammatisch männliche Form verwendet. Gemeint sind stets Menschen jeglicher geschlechtlicher Identität.

Autor:in

Sina Dauernheim

Corporate Communications