Wenn das Netz zur Rettungsleine wird

Die Rolle von Konnektivität bei Klimakatastrophen

  • Neuer Report 'Connectivity as a Lifeline' zeigt, wie Konnektivität Gemeinden vor, während und nach klimabedingten Katastrophen unterstützt
  • Frühwarnsysteme können Schäden um bis zu 30 Prozent reduzieren, wenn sie innerhalb der ersten 24 Stunden flächendeckend die Bevölkerung erreichen
  • Nach der Flut im Ahrtal und der bundesweiten Einführung von Cell Broadcast wurden über 600 Gefahrenmeldungen versendet

Fünf Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal erinnert ein neuer Vodafone-Report an eine zentrale Erkenntnis: Wenn andere Infrastrukturen versagen, wird Konnektivität zur Rettungsleine. Der Report  'Connectivity as a Lifeline' zeigt, dass Mobilfunk-Netze und digitale Dienste in Krisensituationen weit mehr leisten als reine Kommunikation. Wenn Frühwarnungen Menschen rechtzeitig erreichen, kann das Ausmaß der Katastrophe deutlich reduziert werden. Rettungskräfte können schneller reagieren. Familien bleiben miteinander in Kontakt. Gleichzeitig schaffen stabile Netze die Grundlage für eine koordinierte Krisenbewältigung durch Behörden, Einsatzkräfte und Hilfsorganisationen. 

Der Report macht deutlich: Damit Konnektivität im Ernstfall zur Rettungsleine werden kann, braucht es Investitionen in resiliente Netze, moderne Warnsysteme und eine bessere Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik und Einsatzkräften. Zu den wichtigsten Erkenntnissen zählen:

  • Frühwarnsysteme können Schäden um bis zu 30 Prozent reduzieren, wenn sie innerhalb der ersten 24 Stunden flächendeckend die Bevölkerung erreichen.
  • Noch immer ist rund ein Drittel der Weltbevölkerung nicht durch Frühwarnsysteme geschützt – obwohl 95 Prozent Zugang zu Mobilfunk-Netzen und fast 80 Prozent ein eigenes Mobiltelefon haben.
  • Stromausfälle zählen zu den größten Bedrohungen für resiliente Kommunikationsnetze. In Großbritannien gehen rund 25 Prozent aller gemeldeten Netzstörungen im Telekommunikationsbereich auf Ausfälle der Stromversorgung zurück.
  • In 2 von 5 Ländern fehlen bislang nationale Notfall-Telekommunikationspläne. Das erschwert die koordinierte Vorbereitung auf Krisen und schwächt die Zusammenarbeit im Katastrophenfall.
  • Weniger als zehn Prozent der globalen Klimafinanzierung kommen direkt bei lokalen Maßnahmen an. Digitale Bezahldienste, mobile Zahlungslösungen und elektronische Gutscheine können helfen, Unterstützung schneller und gezielter zu den betroffenen Gemeinden zu bringen.
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Konnektivität ist heute kritische Infrastruktur für Resilienz. Sie muss gestärkt werden, bevor Klimaschocks eintreten. Nur dann kann sie Menschen, Dienste und Wirtschaft verbunden halten, wenn andere Systeme unter Druck geraten

Joakim Reiter
Chief External & Corporate Affairs Officer Vodafone Group

Extremwetter stellt Netze und Gesellschaften vor neue Herausforderungen 

Extreme Wetterereignisse nehmen weltweit zu und setzen kritische Infrastrukturen immer stärker unter Druck. Laut Report haben klimabedingte Extremereignisse in den vergangenen zehn Jahren mehr als 1,6 Milliarden Menschen betroffen und wirtschaftliche Schäden von über zwei Billionen US-Dollar verursacht. 

  • In Deutschland unterstützte Vodafone nach der Flutkatastrophe im Ahrtal die Einführung des Warnsystems Cell Broadcast. Bereits im ersten Jahr wurde das System bundesweit 219 Mal für Warnmeldungen aktiviert. 
  • In Griechenland setzt Vodafone auf widerstandsfähige Netze, Notstromversorgung und spezielle Krisenpläne, um Mobilfunk auch bei zunehmenden Waldbränden aufrechtzuerhalten.
  • In Mosambik helfen Frühwarnsysteme, Krisensimulationen und satellitengestützte Kommunikation dabei, die Folgen immer stärkerer Zyklone zu bewältigen. Dabei waren 2024 und 2025 mehr als 687.000 Menschen von schweren Stürmen betroffen.
  • In Südafrika unterstützen digitale Lernangebote, digitale Kredite und elektronische Gutscheine den Wiederaufbau nach verheerenden Überschwemmungen.

Cell-Broadcast Warnsystem

Beim bundesweiten Warntag wird das Katastrophen-Warnsystem Cell Broadcast erneut auf seine Zuverlässigkeit geprüft.

Die Ahrtal-Flut als Wendepunkt in Deutschland 

Die Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 machte deutlich, wie wichtig widerstandsfähige Kommunikationsnetze für den Katastrophenschutz sind. Obwohl 59 Mobilfunk-Stationen ausfielen und rund 25.000 Menschen zeitweise ohne Mobilfunk waren, konnte Vodafone fast rund 85 Prozent der Versorgung innerhalb von 24 Stunden wiederherstellen. 

Die Lehren aus dem Ahrtal haben den Katastrophenschutz in Deutschland nachhaltig verändert. Als Konsequenz hat Vodafone das Mobilfunk-Netz in der Region deutlich ausgebaut: Heute versorgen 568 Standorte das Katastrophengebiet – 110 mehr als vor der Flut. Die Zahl der 5G-Standorte stieg von 41 auf 361. 

Zugleich wurde mit Cell Broadcast ein neues Warnsystem eingeführt, das Gefahrenmeldungen direkt auf Mobiltelefone sendet – ohne App und ohne Registrierung. Seit dem Start 2023 wurde die Bevölkerung in Deutschland bereits bei mehr als 600 Ereignissen gewarnt. 

Report: Connectivity as a lifeline

Warum digitale Netze in Krisenzeiten unverzichtbar sind, zeigt der neue Vodafone-Report.

Vodafone Deutschland

Vodafone ist einer der führenden Kommunikationskonzerne Deutschlands. Die Vodafone-Netze verbinden: Menschen und Maschinen, Familien und Freunde sowie Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Millionen Menschen sind Vodafone-Kunden – ob sie surfen, telefonieren oder fernsehen; ob sie ihr Büro, ihr Zuhause oder ihre Fabrik mit Vodafone-Technologie vernetzen.

Die Düsseldorfer liefern Internet, Mobilfunk, Festnetz und Fernsehen aus einer Hand. Als Digitalisierungsexperte der deutschen Wirtschaft ist Vodafone vertrauensvoller Partner für Start-ups, Mittelständler genau wie DAX-Konzerne. Mit fast 29 Millionen Mobilfunk-, etwa 10 Millionen Breitband- und rund 9 Millionen TV-Kunden sowie zahlreichen digitalen Lösungen erwirtschaftet Vodafone Deutschland mit über 13.000 Mitarbeitenden einen jährlichen Gesamtumsatz von etwa 12 Milliarden Euro. Vodafone treibt den Infrastruktur-Ausbau in Deutschland voran und erreicht bundesweit knapp 30 Mio. deutsche Haushalte mit Gigabit-Geschwindigkeit. Gemeinsam mit seinem Partner OXG bauen die Düsseldorfer in den kommenden Jahren bis zu sieben Millionen neue FTTH Glasfaser-Anschlüsse. Mit seinem 5G Mobilfunk-Netz erreicht Vodafone mehr als 94 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Vodafones Maschinen-Netz (Narrowband IoT) für Industrie und Wirtschaft funkt auf mehr als 97 Prozent der deutschen Fläche.

Vodafone Deutschland ist mit einem Anteil von rund 30 Prozent am Gesamtumsatz die größte Landesgesellschaft der Vodafone Gruppe, einem der größten Telekommunikationskonzerne der Welt. Vodafone hat weltweit etwa 370 Millionen Mobilfunk- und Festnetz-Kunden und eine der größten IoT-Plattformen.

Vodafone schafft eine bessere Zukunft für alle. Denn: Technologie ebnet den Weg für ein digitales und nachhaltigeres Morgen von Menschen und Unternehmen. Dabei verpflichtet sich der Konzern, seinen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Das Ziel: bis 2040 Netto-Null-Emissionen.

Diversität ist in der Unternehmenskultur von Vodafone fest verankert und wird durch zahlreiche Maßnahmen gefördert. Dazu zählen Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenso wie Netzwerke für Frauen, Väter oder LGBT+. Vodafone respektiert und wertschätzt alle Menschen: unabhängig von ethnischer Herkunft, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, Glauben, Kultur oder Religion.

Weitere Informationen:
www.vodafone-deutschland.de oder www.vodafone.com.

*Gender-Hinweis

Lediglich aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird häufig nur die grammatisch männliche Form verwendet. Gemeint sind stets Menschen jeglicher geschlechtlicher Identität.

Autor:in

Marilena Preuß

Corporate Communications

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