Zur Digital Mobility Conference:

So funktioniert 'V2X'

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  • Vehicle to everything: Wenn alle Verkehrsteilnehmer miteinander sprechen
  • So funktioniert der Informationsaustausch per Mobilfunk in Echtzeit
  • Technologie-Mix: Kameras, Sensoren & Mobilfunk für sicheren Straßenverkehr

Wenn die Automobilbranche in die Zukunft blickt, dann fällt immer wieder auch der etwas sperrige Begriff 'V2X'. Oder: 'vehicle to everything'. Auch heute, wenn sich bei der 'Digital Mobility Conference' vom Bitkom in Berlin alles um die digitale Revolution der Mobilität dreht, führt an diesem Kürzel kein Weg vorbei. Doch was verbirgt sich eigentlich dahinter? Was genau ist das für eine Technologie, die als wichtige Komponente für das Auto der Zukunft gilt? Ein Überblick.

Wenn es um Konzepte für das autonome Auto geht, dann ist vor allem eine Frage entscheidend: Wie gelangt ein Auto an alle Informationen, die es benötigt um selbstständig durch die Innenstadt zu steuern, während für die Insassen der Fahrersitz zur Fernsehcouch oder zum Bürostuhl wird. Damit ein Auto autonom fahren kann, muss es sämtliche Umgebungs- und Verkehrsinformationen zu jeder Zeit abrufen können. Es muss wissen, wenn der Verkehr am nächsten Autobahnkreuz ins Stocken gerät. Es muss wissen, wenn ein Fußgänger hinter einem parkenden Auto plötzlich die Straße überquert. Und es muss wissen, wenn wenige Kilometer voraus plötzlich Blitzeis einsetzt und die Straße in wenigen hundert Metern spiegelglatt sein wird.

Digitale Services von Vodafone machen den Urlaub sicher und komfortabel
Digitale Services von Vodafone machen den Urlaub sicher und komfortabel. © Vodafone ©

Der Messenger für den Straßenverkehr

Genau an dieser Stelle setzt die Mobilfunktechnologie 'V2X' an. Vereinfacht gesagt steckt dahinter ein 'Messenger', über den sämtliche Verkehrsteilnehmer miteinander kommunizieren. Vom Auto über den Fußgänger bis zur Ampel. In 'Privatchats' oder im übergreifenden 'Gruppenchat' werden wichtige Informationen automatisch geteilt. Wenn Informationen mit Autos in direkter Nähe ausgetauscht werden müssen – beispielsweise wegen akuter Gefahrensituationen – direkt und in Echtzeit. Wenn die Informationen, die übertragen werden, nicht zeitkritisch sind, dann über das herkömmliche Mobilfunknetz und über mehrere Kilometer Entfernung.

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SIM-Karte macht das Fahrzeug zum Smartphone auf Rädern

Damit Autos über den 'Messenger' Informationen teilen und erhalten können, brauchen sie, ähnlich wie das Smartphone, eine SIM-Karte und ein sogenanntes 'V2X-Modul'. Über die SIM-Karte erhalten die Autos Zugang zum Mobilfunknetz und damit zum Internet der Dinge. Mehr als 14 Millionen Fahrzeuge bringt Vodafone auf diese Weise weltweit bereits ins Netz. Das 'V2X-Modul' ist fest im Fahrzeug verbaut und lässt das Auto über den "Messenger" mit den anderen Verkehrsteilnehmern 'chatten'. Im Zusammenspiel machen SIM-Karte und 'V2X-Modul' das Auto zum Smartphone auf vier Rädern. Alle Umgebungsinformationen, die ein Auto bei einer Fahrt sammelt, laufen hier zusammen und werden über das Mobilfunknetz mit sämtlichen Verkehrsteilnehmern geteilt. Ganz egal ob diese sich in 500 oder ihn 5.000 Metern Entfernung befinden. Das können beispielsweise Informationen über Straßensperrungen, über die zunehmende Verkehrsdichte auf der geplanten Route oder über einsetzenden Nebel sein. Schließlich können das aber auch Informationen einer Ampel sein, die dem Auto mitteilt, wie lange die aktuelle Grünphase noch anhält und mit welcher Geschwindigkeit das Auto fahren muss, um die nächste Kreuzung ohne abzubremsen überqueren zu können.

Das Erfassen von Informationen erfolgt hierbei beispielsweise über Sensoren oder Kamerasysteme. So könnte ein Sensor zum Beispiel ein Schlagloch erkennen und diese Information an das V2X-Modul übermitteln. Von hier aus wird diese wiederum mit anderen Verkehrsteilnehmern geteilt. Denn das Auto der Zukunft wird technologieübergreifend gebaut. Sensoren, Kameras, WLAN und Mobilfunk müssen sich bestmöglich ergänzen, um höchstmögliche Sicherheit zu schaffen. Dafür braucht es doppelte Netze. "Wir werden das Auto niemals selbst bauen. Aber wir können es mit neuen Technologien ein Stück weit intelligenter machen", erklärt Vodafone Deutschland CEO Hannes Ametsreiter. Auf Basis der über Mobilfunk übermittelten Informationen kann ein Auto zukünftig das Fahrverhalten automatisch anpassen, die Geschwindigkeit reduzieren und beispielsweise die Autobahn verlassen noch bevor das Stauende in Sicht ist. Das spart Zeit. Das spart Kraftstoff. Das spart Nerven.

Wenn jede Sekunde zählt geht's direkt von Auto zu Auto

Voll vernetzt: Vodafone lässt Autos bald um die Ecke schauen
Vernetzt mobil: Auf der Autobahn in Richtung digitale Zukunft. © Vodafone ©

Noch spannender wird es, wenn jede Sekunde zählt. Oder besser: Wenn jede Millisekunde zählt. Wenn es darum geht, Unfälle zu vermeiden und die Zahl von Verletzten im Straßenverkehr zu reduzieren. Beispielsweise wenn ein vorausfahrendes Auto plötzlich ausschert oder ein Kind dem Ball hinterher auf die Straße rennt. In diesen Situationen macht 'V2X' den Informationsaustausch in Echtzeit möglich. Die Technologie kann dann so schnell reagieren wie das menschliche Nervensystem. Und die Technologie hat einen entscheidenden Vorteil: sie kennt keine Schrecksekunde.

Die Informationen werden in diesen Situationen nicht, wie sonst, auf herkömmlichem Wege an den nächsten Mobilfunkmasten gesendet und von hier mit allen Verkehrsteilnehmern in weiterer Umgebung geteilt. Wenn jede Millisekunde zählt, werden die Autos selbst zur fahrenden Mobilfunkstation. Sie teilen zeitkritische Informationen über einen speziell dafür vorbehaltenen Frequenzbereich direkt von Auto zu Auto – ohne Umweg über den nächstgelegenen Mobilfunkmast. Das spart wertvolle Zeit.

Infografik_Digitaler-Rettungsgassen-Assistent-Vodafone-Ford
Infografik: Der Digitale Rettungsgassen-Assistent verschafft Einsatzfahrzeugen freie Fahrt. © Ford

Echtzeit-Informationen als Handlungsempfehlung für Fahrassistenz-Systeme

Die schnelle Informationsübertragung zwischen den Autos funktioniert schon heute. Bei branchenübergreifenden Projekten testet Vodafone die Technologie 'V2X' bereits live und im echten Straßenverkehr. Informationen, beispielsweise über ein Stauende, über einen Unfall oder über einen sich nähernden Rettungswagen, werden hier bereits zwischen den Verkehrsteilnehmern geteilt und haben visuelle und akustische Warnungen für den Fahrer zur Folge. Damit Autos diese Informationen nutzen können, um später tatsächlich autonom zu fahren, müssen sie mit entsprechenden Fahrassistenz-Systemen im Auto verknüpft werden. Beispielsweise um die Geschwindigkeit eigenständig zu regulieren, einem Fußgänger auszuweichen oder um eine Rettungsgasse automatisch zu bilden. Vodafone arbeitet deshalb schon heute eng mit Automobilzulieferern wie Continental und Herstellern wie Ford zusammen, um die komplexen Systeme miteinander in Einklang zu bringen. Live und im echten Straßenverkehr von Düsseldorf wie beim Projekt 'KoMoD', ebenso wie in geschlossener Testumgebung im '5G Mobility Lab' in Aldenhoven.

Vodafone Deutschland

Vodafone ist einer der führenden Kommunikationskonzerne Deutschlands. Die Vodafone-Netze verbinden: Menschen und Maschinen, Familien und Freunde sowie Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Millionen Menschen sind Vodafone-Kunden – ob sie surfen, telefonieren oder fernsehen; ob sie ihr Büro, ihr Zuhause oder ihre Fabrik mit Vodafone-Technologie vernetzen.

Die Düsseldorfer liefern Internet, Mobilfunk, Festnetz und Fernsehen aus einer Hand. Als Digitalisierungsexperte der deutschen Wirtschaft ist Vodafone vertrauensvoller Partner für Start-ups, Mittelständler genau wie DAX-Konzerne. Mit mehr als 30 Millionen Mobilfunk-, über zehn Millionen Breitband- und rund zwölf Millionen TV-Kunden sowie zahlreichen digitalen Lösungen erwirtschaftet Vodafone Deutschland mit rund 15.000 Mitarbeitenden einen jährlichen Gesamtumsatz von etwa 13 Milliarden Euro. Vodafone treibt den Infrastruktur-Ausbau in Deutschland voran und erreicht in seinem bundesweiten Kabel-Glasfasernetz zwei Drittel aller deutschen Haushalte mit Gigabit-Geschwindigkeit. Gemeinsam mit seinem Partner OXG bauen die Düsseldorfer in den kommenden Jahren bis zu sieben Millionen neue FTTH Glasfaser-Anschlüsse. Mit seinem 5G-Netz erreicht Vodafone mehr als 90 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Vodafones Maschinen-Netz (Narrowband IoT) für Industrie und Wirtschaft funkt auf mehr als 97% der deutschen Fläche.

Vodafone Deutschland ist mit einem Anteil von rund 30 Prozent am Gesamtumsatz die größte Landesgesellschaft der Vodafone Gruppe, einem der größten Telekommunikationskonzerne der Welt. Vodafone hat weltweit über 300 Millionen Mobilfunk- und Festnetz-Kunden und eine der größten IoT-Plattformen.

Vodafone schafft eine bessere Zukunft für alle. Denn: Technologie ebnet den Weg für ein digitales Morgen. Und bietet Chancen für den Schutz des Planeten. Vodafone arbeitet kontinuierlich daran, sein Geschäft nachhaltiger zu betreiben und die Umwelt zu schützen. Die Ziele: Bis 2025 CO2-neutral und bis 2040 emissionsfrei zu werden. Bereits heute wird der Strombedarf von Vodafone Deutschland zu 100 Prozent durch erneuerbare Energien gedeckt.

Diversität ist in der Unternehmenskultur von Vodafone fest verankert und wird durch zahlreiche Maßnahmen gefördert. Dazu zählen Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenso wie Netzwerke für Frauen, Väter oder LGBT. Vodafone respektiert und wertschätzt alle Menschen: unabhängig von ethnischer Herkunft, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, Glauben, Kultur oder Religion.

Weitere Informationen: www.vodafone-deutschland.de oder www.vodafone.com.

*Gender-Hinweis

Lediglich aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird häufig nur die grammatisch männliche Form verwendet. Gemeint sind stets Menschen jeglicher geschlechtlicher Identität.

 

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Tobias Krzossa

Head of Media Relations