Die Mobilfunk-Netzbetreiber Vodafone, Deutsche Telekom und O2 Telefónica haben heute das neue Auto-Notrufsystem „Next Generation Emergency Call“ (NG eCall) offiziell in ihren Netzen gestartet. Im Gegensatz zum bisherigen System wird der Notruf bei NG eCall nicht mehr über die rund 40 Jahre alte Mobilfunk-Technologie 2G (GSM) aufgebaut. Stattdessen wird die Verbindung über das modernere 4G-(LTE)-Netz und perspektivisch über das 5G-Netz hergestellt. Außerdem gelangen Standort- und Fahrzeugdaten schneller als bisher an die Notrufzentralen. Das technisch veraltete Notrufsystem eCall bleibt weiterhin aktiv. Die Nachfolge-Generation kommt zum Einsatz, wenn sowohl die Fahrzeuge als auch die Leitstellen das neue System unterstützen. Trifft dies nicht zu, wird der Notruf wie bisher über das alte System abgewickelt. Beide Notruf-Generationen laufen also vorerst parallel. Generell verkürzt das Notrufsystem fürs Auto die Reaktionszeiten der Rettungsdienste bei Verkehrsunfällen, indem es bei schweren Unfällen automatisch eine Telefonverbindung an die Notrufnummer 112 absetzt und wichtige Informationen wie den Unfallort übermittelt.
Die Einführung von NG eCall bietet eine Reihe von Verbesserungen. Der Rufaufbau zu den Fahrzeuginsassen erfolgt deutlich schneller. Auch die bisherigen Einschränkungen bei der Übertragung von Daten fallen weg. Dritte können so perspektivisch neue Anwendungen im Zusammenhang mit Notrufen entwickeln. Denkbar ist beispielsweise eine optionale Übertragung von zusätzlichen Informationen wie den medizinischen Daten der Fahrzeuginsassen über die schnellere Verbindung – wenn die Insassen damit einverstanden sind. Auch Live-Bilder von im Auto verbauten Kameras könnten übertragen werden. Dadurch bekämen die Retter schon vor dem Eintreffen am Unfallort einen präziseren Überblick und könnten sich schon während der Fahrt auf den Einsatz vorbereiten.
Bereits seit September 2025 kann die Automobil-Industrie Live-Tests im Mobilfunk-Netz von Vodafone durchführen. Mehr erfahren.
Marc Hölzer, Bereichsleiter Netz-Entwicklung bei Vodafone: „NG eCall macht Fahrzeugnotrufe mit modernster Mobilfunk-Technologie möglich und ist zukunftssicher. Wir schalten die Technik dafür jetzt im Netz frei. Das Notrufsystem macht Autofahren auf allen Straßen sicherer und sorgt für schnelle Hilfe bei Unfällen. Rettungskräfte erhalten künftig schneller als bisher einen umfassenden Überblick über das Unfallgeschehen und können Rettungsmaßnahmen noch zielgerichteter einleiten.“
„Die Einführung des neuen Fahrzeugnotrufs ist ein Sicherheitsgewinn für Verbraucherinnen und Verbraucher, die hierzulande auf den Straßen unterwegs sind. Ein Notruf von unterwegs muss schnell bei den Rettungskräften ankommen – ob auf der Autobahn oder auf der Landstraße. So ein zentrales System darf nicht an alter Funktechnik hängen. Der NG eCall ist wie eine digitale Notrufsäule fürs Auto“, sagt Mallik Rao, Technik- und Geschäftskundenvorstand von O2 Telefónica. „Aber ein Notruf ist nur so gut wie die Verbindung, die ihn trägt. Leistungsfähige und konsequent ausgebaute Mobilfunk-Netze sorgen dafür, dass Menschen in Deutschland auch im Auto jederzeit sicher vernetzt sind.“
Alexander Jenbar, Technik-Chef der Telekom Deutschland: „NG eCall ist ein wichtiger Schritt für die Sicherheit im Straßenverkehr. Mit dieser Technologie nutzen wir die volle Leistung unserer modernen 4G- und 5G-Netze, um Notrufe schneller und zuverlässiger zu übermitteln als je zuvor. Unsere Kundinnen und Kunden sollen wissen: Im Notfall sind die Mobilfunk-Netze für sie da. Das ist unser Anspruch – Sicherheit durch Zuverlässigkeit und Vertrauen in die Netzqualität, wenn es wirklich zählt.“
Im 1&1 Mobilfunk-Netz besteht derzeit kein Bedarf für diese Funktion, da aktuell noch keine Verträge für Flotten-SIM-Karten mit Fahrzeugherstellern bestehen. Sobald sich entsprechende Partnerschaften ergeben, wird 1&1 NG eCall implementieren.
Die bisherige eCall-Generation ist seit 2018 in der gesamten EU Pflicht für alle neuen Pkw und leichten Nutzfahrzeuge. NG eCall ist dagegen erst seit Januar 2026 in Europa für alle neuen Fahrzeugmodelle verpflichtend, um eine Zulassung zu erhalten. Im kommenden Jahr muss NG eCall zudem in allen Neufahrzeugen verbaut werden.
Der nun erfolgte Startschuss für eCall der nächsten Generation in Deutschlands Mobilfunk-Netzen ist wichtig, da die Kommunikation des bisherigen Notrufsystems über die Mobilfunk-Netze 2G (GSM) und 3G (UMTS) läuft. Die 3G-Netze haben die deutschen Telekommunikationsanbieter bereits 2021 abgeschaltet. Vodafone plant, die 2G-Dienste im September 2028 zu deaktivieren. Für besonders kritische IoT-Anwendungen wie eCall bleibt das 2G-Netz von Vodafone bis 2030 geöffnet. Die Telekom schaltet ihr 2G-Netz im Juni 2028 ab, während O2 Telefónica noch keinen Termin für die Abschaltung ihres 2G-Netzes genannt hat.
Die Abschaltung der GSM-Netze macht 4G- & 5G-Mobilfunk noch besser. Mehr erfahren.
Vodafone ist einer der führenden Kommunikationskonzerne Deutschlands. Die Vodafone-Netze verbinden: Menschen und Maschinen, Familien und Freunde sowie Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Millionen Menschen sind Vodafone-Kunden – ob sie surfen, telefonieren oder fernsehen; ob sie ihr Büro, ihr Zuhause oder ihre Fabrik mit Vodafone-Technologie vernetzen.
Die Düsseldorfer liefern Internet, Mobilfunk, Festnetz und Fernsehen aus einer Hand. Als Digitalisierungsexperte der deutschen Wirtschaft ist Vodafone vertrauensvoller Partner für Start-ups, Mittelständler genau wie DAX-Konzerne. Mit fast 30 Millionen Mobilfunk-, über 10 Millionen Breitband- und rund 9 Millionen TV-Kunden sowie zahlreichen digitalen Lösungen erwirtschaftet Vodafone Deutschland mit rund 14.000 Mitarbeitenden einen jährlichen Gesamtumsatz von etwa 13 Milliarden Euro. Vodafone treibt den Infrastruktur-Ausbau in Deutschland voran und erreicht in seinem bundesweiten Kabel-Glasfasernetz zwei Drittel aller deutschen Haushalte mit Gigabit-Geschwindigkeit. Gemeinsam mit seinem Partner OXG bauen die Düsseldorfer in den kommenden Jahren bis zu sieben Millionen neue FTTH Glasfaser-Anschlüsse. Mit seinem 5G-Netz erreicht Vodafone mehr als 94 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Vodafones Maschinen-Netz (Narrowband IoT) für Industrie und Wirtschaft funkt auf mehr als 97% der deutschen Fläche.
Vodafone Deutschland ist mit einem Anteil von rund 33 Prozent am Gesamtumsatz die größte Landesgesellschaft der Vodafone Gruppe, einem der größten Telekommunikationskonzerne der Welt. Vodafone hat weltweit über 360 Millionen Mobilfunk- und Festnetz-Kunden und eine der größten IoT-Plattformen.
Vodafone schafft eine bessere Zukunft für alle. Denn: Technologie ebnet den Weg für ein digitales und nachhaltigeres Morgen von Menschen und Unternehmen. Dabei verpflichtet sich der Konzern, seinen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Das Ziel: bis 2040 Netto-Null-Emissionen.
Diversität ist in der Unternehmenskultur von Vodafone fest verankert und wird durch zahlreiche Maßnahmen gefördert. Dazu zählen Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenso wie Netzwerke für Frauen, Väter oder LGBT+. Vodafone respektiert und wertschätzt alle Menschen: unabhängig von ethnischer Herkunft, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, Glauben, Kultur oder Religion.
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Lediglich aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird häufig nur die grammatisch männliche Form verwendet. Gemeint sind stets Menschen jeglicher geschlechtlicher Identität.