Für bessere Netzabdeckung bei schwierigen Wetterverhältnissen

Vodafone testet Mobilfunk-Masten mit KI-Gehirn und Roboter-Arm

Aus Themenspecial:

KI
  • Gesteuert von KI: Roboter-Arm richtet Mobilfunk-Antennen automatisch aus
  • Besseres Netz bei Bedarf: Antennen reagieren flexibel auf Wetterbedingungen und Netzauslastung
  • Minuten statt Tage: Automatische Ausrichtung der Antennen in gerade einmal 30 Minuten
  • Neue Technik soll für erste Tests auch nach Deutschland kommen

Wie sieht die Zukunft der Mobilfunk-Technik aus? Klar ist: Künstliche Intelligenz wird eine wichtige Rolle spielen, um Netze noch leistungsfähiger zu machen. Vodafone testet nun erstmals einen Mobilfunk-Mast mit KI-Gehirn und Roboter-Arm. Gesteuert durch die KI kann der Roboter-Arm die Funkantennen an Masten innerhalb kürzester Zeit automatisch neu ausrichten. Das Ziel: Auf kurzfristige Ereignisse – etwa schwierige Wetterverhältnisse oder die Auslastung in einer Mobilfunk-Zelle – zu jeder Zeit schnell reagieren zu können, um die Netzabdeckung für die jeweiligen Bedingungen zu optimieren. Dank KI funktioniert das, was auf herkömmlichem Wege sonst Tage dauert, in gerade einmal 30 Minuten.

Mithilfe eines von Vodafone-Ingenieuren entwickelten Algorithmus steuert die KI den Roboter-Arm des südkoreanischen Unternehmens Humax Networks. Dieser ist nahe der Mobilfunk-Antennen angebracht und dreht oder neigt sie. Das System lernt und passt sich zudem kontinuierlich an und trifft Entscheidungen nahezu in Echtzeit ohne menschliches Eingreifen. Dadurch dauert der Ausrichtungsvorgang nur 20 bis 30 Minuten.

Im Alltag klettern Techniker auf einen Mobilfunk-Mast, um die dortigen Antennen händisch zu justieren – ein Vorgang, der von der Planung bis zur Umsetzung oft Tage dauert. Der Einbau einer zusätzlichen Antenne zieht sich sogar noch länger hin: Behördliche Genehmigungen und Vereinbarungen mit Standort-Eigentümern müssen vorliegen, Straßensperrungen für schweres Gerät eingerichtet und geeignete Wetterbedingungen vorherrschen. Das kann Wochen dauern.

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Mobilfunk-Netze werden künftig schlauer sein.

Fabrizio Rocchio
Technik-Chef

Fabrizio Rocchio, Netz- und Technik-Chef bei Vodafone Deutschland: "Mobilfunk-Netze werden künftig schlauer sein. Das Zusammenspiel aus KI und Roboter-Technik ist ein frühes Beispiel dafür, wie sich die Netzqualität zukünftig weiter optimieren lässt. Für die Menschen bedeutet das noch bessere Verbindungen und ein verlässliches digitales Leben."

Wie Mobilfunk-Netze zukünftig autonomer werden

Für Vodafone ist der KI-gesteuerte Roboter-Arm ein Ansatz, um eine dynamische und autonome Antennen-Steuerung in die unternehmensweite Plattform zur Automatisierung von Komponenten des Funkzugangsnetzes (Radio Access Network, RAN) zu integrieren. Ähnliche Lösungen werden in den kommenden Monaten folgen. Einige davon bewegen beispielsweise nur kleine Komponenten im Inneren der Antenne. Das spart Energie und schont die Technik. Bereits im vergangenen Jahr hat Vodafone damit begonnen, satellitengestützte Sensoren in Mobilfunk-Antennen einzuführen. Per GPS lässt sich so aus der Ferne prüfen, ob Antennen korrekt ausgerichtet sind.

Noch in Tirana, Tests auch in Deutschland geplant

Das Zusammenspiel aus KI und Roboter-Arm erprobt Vodafone derzeit an einem Mobilfunk-Standort in Tirana in Albanien mit Blick auf ein belebtes Einkaufszentrum. Tagsüber versorgt die Antenne die Menschen beim Einkaufen. Nachts verlagert sie die Abdeckung automatisch in ein nahegelegenes Wohngebiet. Dort schafft sie zusätzliche Kapazität, wenn die Internet-Nutzung am Abend steigt. Vodafone prüft derzeit, wo sich die Technik in Deutschland versuchsweise einsetzen lässt.

Vodafone Deutschland

Vodafone ist einer der führenden Kommunikationskonzerne Deutschlands. Die Vodafone-Netze verbinden: Menschen und Maschinen, Familien und Freunde sowie Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Millionen Menschen sind Vodafone-Kunden – ob sie surfen, telefonieren oder fernsehen; ob sie ihr Büro, ihr Zuhause oder ihre Fabrik mit Vodafone-Technologie vernetzen.

Die Düsseldorfer liefern Internet, Mobilfunk, Festnetz und Fernsehen aus einer Hand. Als Digitalisierungsexperte der deutschen Wirtschaft ist Vodafone vertrauensvoller Partner für Start-ups, Mittelständler genau wie DAX-Konzerne. Mit fast 29 Millionen Mobilfunk-, etwa 10 Millionen Breitband- und rund 9 Millionen TV-Kunden sowie zahlreichen digitalen Lösungen erwirtschaftet Vodafone Deutschland mit über 13.000 Mitarbeitenden einen jährlichen Gesamtumsatz von etwa 12 Milliarden Euro. Vodafone treibt den Infrastruktur-Ausbau in Deutschland voran und erreicht bundesweit knapp 30 Mio. deutsche Haushalte mit Gigabit-Geschwindigkeit. Gemeinsam mit seinem Partner OXG bauen die Düsseldorfer in den kommenden Jahren bis zu sieben Millionen neue FTTH Glasfaser-Anschlüsse. Mit seinem 5G Mobilfunk-Netz erreicht Vodafone mehr als 94 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Vodafones Maschinen-Netz (Narrowband IoT) für Industrie und Wirtschaft funkt auf mehr als 97 Prozent der deutschen Fläche.

Vodafone Deutschland ist mit einem Anteil von rund 30 Prozent am Gesamtumsatz die größte Landesgesellschaft der Vodafone Gruppe, einem der größten Telekommunikationskonzerne der Welt. Vodafone hat weltweit etwa 370 Millionen Mobilfunk- und Festnetz-Kunden und eine der größten IoT-Plattformen.

Vodafone schafft eine bessere Zukunft für alle. Denn: Technologie ebnet den Weg für ein digitales und nachhaltigeres Morgen von Menschen und Unternehmen. Dabei verpflichtet sich der Konzern, seinen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Das Ziel: bis 2040 Netto-Null-Emissionen.

Diversität ist in der Unternehmenskultur von Vodafone fest verankert und wird durch zahlreiche Maßnahmen gefördert. Dazu zählen Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenso wie Netzwerke für Frauen, Väter oder LGBT+. Vodafone respektiert und wertschätzt alle Menschen: unabhängig von ethnischer Herkunft, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, Glauben, Kultur oder Religion.

Weitere Informationen:
www.vodafone-deutschland.de oder www.vodafone.com.

*Gender-Hinweis

Lediglich aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird häufig nur die grammatisch männliche Form verwendet. Gemeint sind stets Menschen jeglicher geschlechtlicher Identität.

Autor:in

Helge Buchheister

Corporate Communications

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