1 Jahr nach der Flutkatastrophe

Vodafone-Netze stärker und resilienter

5 Min.
13. Juli 2022
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  • Netze in vielen betroffenen Orten besser als zuvor
  • Weitere Modernisierung im Mobilfunk & Festnetz schreitet voran
  • Erweiterte Redundanzen sorgen für mehr Ausfallsicherheit für zahlreiche Standorte
  • Umfangreiches SOS Netzmaßnahmen-Paket erhöht Resilienz massiv

Ein Jahr ist es her, als die Regenfälle in bis dahin ungekanntem Ausmaß viele Orte in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz in die Flutkatastrophe stürzten. Die Bilder vom Hochwasser Mitte Juli 2021 erschüttern heute noch, wie vor einem Jahr: Schutt, Matsch, aufgerissene Straßen, zertrümmerte Häuser und weggespülte Infrastruktur zeichneten viele Orte von der Eifel bis zum Ahrtal.

In der akuten Krisensituation stand deshalb eins an erster Stelle: Schnelle Hilfe für die betroffenen Anwohner, die teilweise in der Flut im wahrsten Sinne des Wortes ihr Dach über dem Kopf verloren hatten. Noch in der Flutnacht, vom 14. auf den 15. Juli 2021, rückten Vodafone-Techniker an, um bestehende Netze zu sichern, zu stärken und um bereits zerstörte Infrastruktur so schnell wie möglich zu reparieren. So schufen sie innerhalb von 24 Stunden im Mobilfunk-Netz eine Basisversorgung, dank der Betroffene und Helfende vor Ort wieder kommunizieren konnten. Zwei Wochen und täglich unermüdlicher Einsatz der unzähligen und vielfach ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer später, hatten alle Vodafone-Kunden in den Krisengebieten wieder vollen Mobilfunk-Empfang. Darunter auch einzelne Ortsteile, die vor der Jahrhundertflut keinen oder nur schwachen Empfang hatten. Auch im Festnetz arbeiteten Vodafone-Techniker rund um die Uhr an der Wiederherstellung der zerstörten Infrastruktur: Nach nur vier Wochen waren bereits 99% der Betroffenen zurück am Netz. Zusätzlich unterstützte Vodafone bei der Versorgung vorübergehender Unterkünfte mit schnellem Internet und TV unter anderem in Tiny Houses im Ahrtal und anderswo.

DSL weicht Glasfaser, neue Mobilfunk-Standorte funken mit 5G+

Heute surfen und telefonieren alle Anwohner in den betroffenen Gebieten mindestens genauso schnell wie vor dem 14. Juli 2021. Oder sogar noch schneller: Bei laufenden und neuen Ausbau-Projekten werden die Netze dafür mit der modernsten Technik ausgestattet. So funkt beispielsweise die Mobilfunk-Station in Rheinbach an der A61 bereits mit 5G+, nachdem der Standort komplett unter Wasser stand. Auch im Festnetz weicht die alte DSL-Leitung bei Ausbauarbeiten, wo möglich, dem modernen Kabel-Glasfasernetz von Vodafone.

„Noch besser gewappnet“

Tanja Richter
Tanja Richter, Technik-Chefin bei Vodafone Deutschland. © Vodafone

Trotz dieser positiven Entwicklungen ist Vodafone durchaus bewusst: Eine solche Krisensituation, sei es durch Flut, Gewitter oder andere Naturgewalten, könnte jederzeit und überall wieder einsetzen. „Dafür sind wir jetzt, unter anderem aufgrund der Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr, noch besser gewappnet“, erklärt Vodafone Deutschland Technik-Chefin Tanja Richter. „In besonders kundenstarken Gebieten haben wir die bereits vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen durch weitere Redundanzen in unserer Netz-Infrastruktur nochmal erhöht und ausgebaut. Denn wo zum Beispiel durch Überschwemmung ein Kabel zerstört wird, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch das Ersatz-Kabel unbrauchbar ist. Deshalb nutzen wir, wo sinnvoll, beispielsweise zusätzlich Richtfunk als redundantes Netzelement, um Komplettausfälle zu vermeiden. Sollte es durch eine Krisensituation jeglicher Art erneut zur Zerstörung und somit zum breitflächigen Ausfall der Netze kommen, sorgen wir mit unserem massiv verstärkten SOS Netzmaßnahmen-Paket für schnellstmögliche Überbrückung.“

Die Maßnahmen zum Schutz der Vodafone-Netze

Ausbau des Instant Network Programms
Die Satelliten-Lösung sorgte im vergangenen Jahr für die extrem schnelle Wiederherstellung des Basisnetzes. Innerhalb von wenigen Stunden kann damit eine 2G- und 4G-Konnektivität hergestellt werden. Vodafone hat nun die Anzahl der eigenen Instant-Networks erhöht und stellt zudem sicher, dass ein Teil dieser ultraportablen Netzwerke, die weltweit in Krisengebieten zum Einsatz kommen, dauerhaft in Deutschland zur Verfügung stehen.

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Netz-Spezialisten von Vodafone bauen Mini-Mobilfunknetze – sogenannte Instant Networks – auf. © Vodafone

Noch mehr mobile Basisstationen
Auch die Anzahl der mobilen Basisstationen, mit denen ein nicht mehr vorhandenes Netz ersetzt oder aber die Netzkapazität innerhalb weniger Tage erweitert werden kann, hat Vodafone nach der Flutkatastrophe im vergangenen Jahr massiv erhöht. So könnte mit dem aktuellen Bestand beispielsweise eine Fläche des gesamten Bundeslands Bremen mit LTE versorgt werden. Die mobilen Stationen sind so in Deutschland verteilt, dass im Katastrophenfall ein schnellstmöglicher Einsatz an jedem Ort möglich ist.

Mit mobilen Basisstationen kann ein nicht mehr vorhandenes Netz ersetzt oder aber die Netzkapazität innerhalb weniger Tage erweitert werden.

Die Fläche von Bremen

könnte mit dem aktuellen Bestand an mobilen Basisstationen mit LTE-Netz versorgt werden.

Neue Notstrom-Generatoren
Insbesondere nach massiven Zerstörungen, wie es vor einem Jahr im Ahrtal der Fall war, fehlt es auch an der notwendigen Stromversorgung. Deshalb hat Vodafone jetzt zahlreiche zusätzliche Notstrom-Generatoren. Von einzelnen Basisstationen bis zu kompletten Vermittlungsstellen lassen sich damit bundesweit die Netze auch bei einem längeren Stromausfall betreiben.

Notfall-Container-Systeme
Abgerundet wird das auch mit der Bundesnetzagentur abgestimmte SOS Netzmaßnahmen-Paket mit einem gänzlich neuen Baustein für Ausfälle im Festnetz: Mit den sogenannten Notfall-Container-Systemen kann eine komplette Vermittlungsstelle für mehrere Zehntausend Anschlüsse innerhalb von wenigen Tagen ersetzt werden.

Branchenübergreifende Zusammenarbeit

Auch über die Aufstockung der technischen Reserven hinaus, arbeitet Vodafone an der Verbesserung der Prozesse im Krisenfall, um zukünftig noch schneller und effizienter handeln zu können. Dafür haben sich alle großen Telekommunikationsanbieter und relevanten Verbände unter Leitung der Aufsichtsbehörden zusammengetan, um eine Strategie zur Verbesserung der Netz-Resilienz auszuarbeiten. So sollen im Katastrophenfall akute Maßnahmen und Aktionen in zukünftig auch branchenübergreifend besser koordiniert werden.

Vodafone Deutschland

Vodafone ist einer der führenden Kommunikationskonzerne. Jeder zweite Deutsche ist ein Vodafone-Kunde – ob er surft, telefoniert oder fernsieht; ob er Büro, Bauernhof oder Fabrik mit Vodafone-Technologie vernetzt. Die Vodafone-Netze verbinden Deutschland: Familien und Freunde sowie Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie helfen auch dabei, entscheidende Sektoren wie Bildung und Gesundheitswesen gerade in Zeiten von COVID-19 am Laufen zu halten.

Die Düsseldorfer liefern Internet, Mobilfunk, Festnetz und Fernsehen aus einer Hand. Als Digitalisierungspartner der deutschen Wirtschaft zählt Vodafone Start-ups, Mittelständler genau wie DAX-Konzerne zu seinen Kunden. Kein anderes Unternehmen in Deutschland vernetzt über sein Mobilfunknetz mehr Menschen und Maschinen. Kein anderes deutsches Unternehmen bietet im Festnetz mehr Gigabit-Anschlüsse an als die Düsseldorfer. Und kein anderer Konzern hat mehr Fernseh-Kunden im Land.

Mit über 30 Millionen Mobilfunk-, fast 11 Millionen Breitband-, mehr als 13 Millionen TV-Kunden und zahlreichen digitalen Lösungen erwirtschaftet Vodafone Deutschland mit seinen rund 16.000 Mitarbeitenden einen jährlichen Gesamtumsatz von etwa 13 Milliarden Euro.

Als Gigabit-Company treibt Vodafone den Infrastruktur-Ausbau in Deutschland voran: Heute erreicht Vodafone in seinem bundesweiten Kabel-Glasfasernetz über 24 Millionen Haushalte, davon mehr als 23 Millionen mit Gigabit-Geschwindigkeit. In 2022 wird Vodafone zwei Drittel aller Deutschen mit Gigabit-Anschlüssen versorgen. Mit seinem 4G-Netz erreicht Vodafone mehr als 99% aller Haushalte in Deutschland. Vodafones Maschinennetz (Narrowband IoT) für Industrie und Wirtschaft funkt auf fast 97% der deutschen Fläche. Seit Mitte 2019 betreibt Vodafone auch das erste 5G-Netz in Deutschland und erreicht damit über 55 Millionen Menschen. Bis 2023 wird Vodafone 5G für 60 Millionen Menschen ausbauen.

Vodafone Deutschland ist mit einem Anteil von rund 30% am Gesamtumsatz die größte Landesgesellschaft der Vodafone Gruppe, einem der größten Telekommunikationskonzerne der Welt. Vodafone hat weltweit über 300 Millionen Mobilfunk-Kunden, mehr als 28 Millionen Festnetz-Kunden, 22 Millionen TV-Kunden und verbindet mehr als 160 Millionen Geräte mit dem Internet der Dinge.

Vodafone vernetzt Menschen und Maschinen weltweit. Und schafft damit eine bessere Zukunft für alle. Denn: Technologie ebnet den Weg für ein digitales Morgen. Dafür arbeitet Vodafone daran, sein Geschäft nachhaltig zu betreiben und die Umwelt zu schützen. Die Ziele: Bis 2025 klimaneutral und bis 2040 emissionsfrei zu werden. Um diese zu erreichen, nutzt Vodafone zu 100% Grünstrom, elektrifiziert seine Fahrzeugflotte, setzt auf eine grüne Lieferkette und stellt sicher, dass seine Netztechnik vollständig wiederverwendet, weiterverkauft oder recycelt wird. Darüber hinaus hilft Vodafone mit smarten IoT-Technologien anderen Unternehmen dabei, ihren C02-Fußabdruck zu minimieren.

Diversität ist in der Unternehmenskultur von Vodafone fest verankert und wird durch zahlreiche Maßnahmen gefördert. Dazu zählen Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenso wie Netzwerke für Frauen, Väter oder LGBT’s bis hin zu Diversitäts-Schulungen für Führungskräfte. Vodafone respektiert und wertschätzt alle Menschen: unabhängig von ethnischer Herkunft, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, Glauben, Kultur oder Religion.

Weitere Informationen: www.vodafone-deutschland.de oder www.vodafone.com.

*Gender-Hinweis

Lediglich aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird häufig nur die grammatisch männliche Form verwendet. Gemeint sind stets Menschen jeglicher geschlechtlicher Identität.

 

Marilena Preuss

Marilena Preuß

Expert Corporate Communications