I have a dream

Holprige Wege, Outings und der erste Vodafone-CSD

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Rolf Wieselhuber-Lehnen arbeitet seit 2000 bei Vodafone, seit 2007 bei der Vodafone Group in Stuttgart. Dort betreut er globale Großkunden wie die US Army, US Air Force oder Porsche. Sein Motto? „Sind meine Kunden zufrieden, bin ich es auch.“ Doch ist er es wirklich? Heute schon: „Mir gefällt besonders das Arbeitsklima. Wir sind wie eine Familie, gehen wertschätzend und respektvoll miteinander um und ich spüre das Vertrauen, das meine Führungskraft und das Unternehmen in mich haben.“ Klingt alles leicht, klingt alles selbstverständlich. Ist es aber nicht. Gerade für jemanden wie Rolf. Denn Rolf ist schwul.

Holpriger Weg statt asphaltierter Straße

Bevor Rolf zu Vodafone kam, hat er viele Jahre in einer „Männer-Branche“ gearbeitet, was alles andere als einfach war. „An ein Outing war überhaupt nicht zu denken“, sagt er. Sein Privatleben hat er geheim gehalten. Nur eine Handvoll Kolleginnen und Kollegen wussten Bescheid. Als er bei Vodafone anfing, merkte er sofort: Hier ist es anders, hier muss ich mich nicht verstecken. „Was für eine Wohltat, so sein zu dürfen, wie ich bin. Gerade für jemanden wie mich, der von Natur aus offen und kommunikativ ist.“ Das Thema Outing, LGBT und sexuelle Orientierung ist seit seinem Coming Out 1986 zu einem wichtigen Teil seines Lebens geworden. „Keiner entscheidet sich für seine sexuelle Orientierung. Sie ist wie sie ist. Und keiner entscheidet sich freiwillig, den holprigen Weg zu gehen, wenn es auch eine asphaltierte Straße gibt. Doch trotz der Höhen und Tiefen hat sich der holprige Weg für mich gelohnt. Ich habe viel gelernt und er hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin“, sagt er ruhig und selbstbewusst.

Vodafone lebt Diversity und steht für ein vorurteilsfreies Arbeitsumfeld: Alle Infos!

CSD: Das Vodafone-Logo schillert regenbogenfarben.

Bei Vodafone muss sich niemand verstecken, denn:

Jede*r darf sich selbst sein

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I have a dream! Wie alles ins Rollen kam

Neben seinem Job ist der Service Manager begeisterter Fan der Christopher Street Days (CSD). Seit Mitte der 90er war er bei vielen Paraden dabei – in Stuttgart, Berlin, Köln, Mannheim und Ulm. Der Stuttgarter CSD liegt dem „Wahl-Schwaben“ besonders am Herzen, dort hat er auch einen guten Draht zum CSD-Vorstand. Mit seinem Mann leitet er zudem den gemeinnützigen Verein ‚Gemeinsam statt einsam e.V.‘, mit dem sie 2006 mit eigenem Wagen am Stuttgarter Umzug dabei waren. „Ein unbeschreibliches Gefühl, richtig überwältigend!“ Und dann war er da, der Traum. Der Traum vom Vodafone CSD-Wagen.

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Klare Worte vom Chef

Auch wenn Vodafone für Offenheit, Toleranz und Wertschätzung steht, die Zeit für eine CSD-Beteiligung war offenbar noch nicht reif. Rolf war klar, er braucht einen langen Atem und Unterstützung. Im Oktober 2015 aber tat sich etwas. Als er in der Stuttgarter Niederlassung bei einer Betriebsversammlung das LGBT+ Netzwerk vorstellte, endete er mit einem emotionalen Schlusswort: „Mein größter Traum ist, dass Vodafone Stuttgart als erste deutsche Niederlassung an einem CSD teilnimmt.“ Was dann passierte, ruft heute noch Gänsehaut bei ihm hervor: „Unser Regionalleiter Frank Wendelstorf kam nach vorne und sagte vor versammelter Belegschaft: „Rolf, ich unterstütze Dich, wenn Du das OK aus Düsseldorf hast.“ Nach dem klaren Bekenntnis ging es ganz schnell. Sechs Wochen später hatte Rolf das OK vom Personal-Chef, stand wieder bei Frank im Büro und die Planungen konnten beginnen. Seit 2016 rollen sie nun, die Vodafone-Wagen auf den CSDs in Düsseldorf, Frankfurt, Berlin, Köln und Stuttgart. Zuletzt beim Corona-bedingten virtuellen CSD in Stuttgart, wo Vodafone als Hauptsponsor auftrat.

Raus aus dem Versteck

Als Wahl-Stuttgarter ist der dortige CSD sein Liebling: immerhin der drittgrößte CSD Deutschlands, aber trotzdem übersichtlich und persönlich. Gleich gefolgt vom CSD in Köln – wo er 2004 seinen Mann kennenlernte! Rolf hat eine klare Meinung, warum CSD’s wichtig sind. „Dreimal im Jahr mit einem bunten Wagen und dem Firmenlogo durch die Stadt zu ziehen, das reicht bei Weitem nicht. Aber es ist wichtig, um Aufmerksamkeit zu erregen und auf die Benachteiligungen und Missstände in der Gesellschaft hinzuweisen. Solange es noch viele Mitarbeitende gibt, die sich nicht outen, weil sie fürchten müssen, am Arbeitsplatz benachteiligt und diskriminiert zu werden, solange können wir uns nicht zurücklehnen und behaupten, bei uns ist alles ok.“

Vodafone hat das erkannt und bietet zusätzlich zu den CSDs viele weitere Maßnahmen an. Rolf appelliert an alle: „Informiert euch, holt euch Rat und Unterstützung. Nutzt die Möglichkeiten, egal ob hetero oder LGBT+.“ Er weiß, dass Vodafone schon Einiges erreicht hat, aber vor allem in den Niederlassungen ist das Ziel noch weit. Deshalb lautet sein Credo: „Ich möchte meine Erfahrungen und Erlebnisse weitergeben. Vielleicht kann ich dem einen oder anderen damit helfen, sein kraftraubendes Versteckspiel zu beenden.“ Und mit einem Schmunzeln sagt er im Nachsatz: „Ich wünsche mir in jeder Niederlassung einen Frank und einen Rolf – auch wenn sie vielleicht anders heißen.“ Na, das sollte doch möglich sein!

Vodafone Deutschland

Vodafone ist einer der führenden Kommunikationskonzerne Deutschlands. Die Vodafone-Netze verbinden: Menschen und Maschinen, Familien und Freunde sowie Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Millionen Menschen sind Vodafone-Kunden – ob sie surfen, telefonieren oder fernsehen; ob sie ihr Büro, ihr Zuhause oder ihre Fabrik mit Vodafone-Technologie vernetzen.

Die Düsseldorfer liefern Internet, Mobilfunk, Festnetz und Fernsehen aus einer Hand. Als Digitalisierungsexperte der deutschen Wirtschaft ist Vodafone vertrauensvoller Partner für Start-ups, Mittelständler genau wie DAX-Konzerne. Mit mehr als 30 Millionen Mobilfunk-, über zehn Millionen Breitband- und rund zwölf Millionen TV-Kunden sowie zahlreichen digitalen Lösungen erwirtschaftet Vodafone Deutschland mit rund 15.000 Mitarbeitenden einen jährlichen Gesamtumsatz von etwa 13 Milliarden Euro. Vodafone treibt den Infrastruktur-Ausbau in Deutschland voran und erreicht in seinem bundesweiten Kabel-Glasfasernetz zwei Drittel aller deutschen Haushalte mit Gigabit-Geschwindigkeit. Gemeinsam mit seinem Partner OXG bauen die Düsseldorfer in den kommenden Jahren bis zu sieben Millionen neue FTTH Glasfaser-Anschlüsse. Mit seinem 5G-Netz erreicht Vodafone mehr als 90 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Vodafones Maschinen-Netz (Narrowband IoT) für Industrie und Wirtschaft funkt auf mehr als 97% der deutschen Fläche.

Vodafone Deutschland ist mit einem Anteil von rund 30 Prozent am Gesamtumsatz die größte Landesgesellschaft der Vodafone Gruppe, einem der größten Telekommunikationskonzerne der Welt. Vodafone hat weltweit über 300 Millionen Mobilfunk-Kunden und eine der größten IoT-Plattformen.

Vodafone schafft eine bessere Zukunft für alle. Denn: Technologie ebnet den Weg für ein digitales Morgen. Und bietet Chancen für den Schutz des Planeten. Vodafone arbeitet kontinuierlich daran, sein Geschäft nachhaltiger zu betreiben und die Umwelt zu schützen. Die Ziele: Bis 2025 CO2-neutral und bis 2040 emissionsfrei zu werden. Bereits heute wird der Strombedarf von Vodafone Deutschland zu 100 Prozent durch erneuerbare Energien gedeckt.

Diversität ist in der Unternehmenskultur von Vodafone fest verankert und wird durch zahlreiche Maßnahmen gefördert. Dazu zählen Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenso wie Netzwerke für Frauen, Väter oder LGBT. Vodafone respektiert und wertschätzt alle Menschen: unabhängig von ethnischer Herkunft, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, Glauben, Kultur oder Religion.

Weitere Informationen: www.vodafone-deutschland.de oder www.vodafone.com.

*Gender-Hinweis

Lediglich aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird häufig nur die grammatisch männliche Form verwendet. Gemeint sind stets Menschen jeglicher geschlechtlicher Identität.

 

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Ute Brambrink

Pressesprecherin