Studie zur Digitalisierung in der Landwirtschaft

Fehlendes Know-How bremst die Digitalisierung im Stall & auf dem Acker

4 Min.
08. November 2022
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  • Klimawandel & Energiekrise erhöhen wirtschaftlichen Druck auf Landwirte
  • Landwirte meinen: digitale Technologien helfen Energie, Wasser und Düngemittel einzusparen
  • 96 % der deutschen Landwirte wollen in den nächsten 12 Monaten in digitale Tools investieren
  • Landwirte wünschen sich staatliche Unterstützung, um KI & IoT sinnvoll einzusetzen
  • Ausbau der Mobilfunknetze entscheidend für die Digitalisierung der Landwirtschaft

Digitaler Hilferuf der Deutschen Landwirte: Um vernetzte Technologien stärker als bislang im Stall und auf dem Acker einzusetzen, fehlt es neben finanzieller Unterstützung vor allem an Know-How. Deutsche Landwirte wünschen sich deshalb mehr Schulungen, um den Umgang mit Sensoren, Drohnen und Künstlicher Intelligenz zu erlernen. Das zeigt eine unabhängige Umfrage der Savanta ComRes im Auftrag der Vodafone Group. Der Wille in Digitalisierung zu investieren ist stärker vorhanden als jemals zuvor.

Wirtschaftlicher Druck auf Landwirte steigt

In der aktuellen weltpolitischen Krise erhöht sich der ökologische und wirtschaftliche Druck auf die Landwirtschaft. Steigende Material- und Energiekosten belasten die Landwirte. Diese sind überzeugt, dass Sensoren und Künstliche Intelligenz entscheidende Werkzeuge sein können, um die Krise zu meistern – weil sie helfen Energie, Wasser und Düngemittel einzusparen. Fast alle Landwirte (96 Prozent) wollen deshalb in den kommenden zwölf Monaten verstärkt in digitale Technologien investieren. Doch diese Investitionen allein reichen nicht aus. Um Digital-Technik schnell und sinnvoll einzusetzen, braucht es Unterstützung vom Staat: Fast 40 Prozent der Landwirte wünschen sich neben finanzieller Unterstützung vor allem Schulungen, um den Umgang mit Sensoren und Künstlicher Intelligenz zu lernen.

Bewaesserung_Smart-Farming

Landwirte in 13 Ländern wurden zu aktuellen Herausforderungen befragt

Über 600 Landwirte in 13 Ländern in Europa und Afrika, darunter zahlreiche in Deutschland, wurden zu ihrer aktuellen Einstellung zur Digitalisierung ihrer Betriebe, zu ökologischen Herausforderungen und zu aktuellen geopolitischen und gesellschaftlichen Belastungen durch Lieferketten und steigende Ausrüstungs- und Materialkosten befragt.

Die Umfrage zeigt: Die aktuellen Herausforderungen sind vielfältig. Der Klimawandel steht ganz oben auf der Liste der Bedrohungen für Landwirte. 98 Prozent der Befragten in Deutschland geben an, dass der Klimawandel die finanzielle Lebensfähigkeit ihrer Betriebe beeinträchtigt. Weitere Bedrohungen, die von den Landwirten genannt werden, sind die Kraftstoff- und Energiekosten – durch die Auswirkungen vom Krieg in der Ukraine – sowie niedrige Marktpreise für Getreide und Vieh sowie mangelnde Unterstützung durch den öffentlichen Sektor.

Eine Mooswand im Vodafone Campus: Nachhaltigkeit gehört zu den zentralen Themen von Vodafone.

98 Prozent

der Landwirte in Deutschland sehen den Klimawandel als größte Bedrohung.

Sensoren und Künstliche Intelligenz werden an ersten Orten bereits genutzt

Technologie und Netz sind wichtige Werkzeuge, um diese vielfältigen Herausforderungen zu meistern. Viele Landwirte geben an bereits digitale Werkzeuge zu nutzen, um den Düngemittel- und Wasserverbrauch zu reduzieren und die Bodengesundheit zu verbessern. 86 Prozent der Landwirte in Deutschland sind der Meinung, dass digitale Technologien der Landwirtschaft helfen können, in Zukunft erfolgreich zu sein. Zu den eingesetzten Technologien gehören Drohnen, autonome Fahrzeuge, künstliche Intelligenz und Sensoren, mit denen Landwirte zum Beispiel Wetter- und Bodenbedingungen in Echtzeit überwachen können. Intelligente Bewässerungs-, Dünge- und Fütterungslösungen tragen ebenfalls dazu bei, die Effizienz zu steigern und die Transparenz wichtiger landwirtschaftlicher Daten zu erhöhen.

Hindernisse für Digitalisierung

Die Studienergebnisse zeigen aber auch: Der Einsatz von Digital-Technik in der Landwirtschaft könnte deutlich schneller voranschreiten. Fehlendes Know-How und ausbleibende Schulungen bremsen die Digitalisierung im Stall aus. 96 Prozent der in Deutschland befragten Landwirte wünschen sich mehr staatliche Unterstützung, um Probleme wie die Kosten für Geräte und andere Hardware anzugehen. Dies wurde von 34 Prozent der Landwirte in Deutschland als besonderes Hindernis genannt. 38 Prozent der befragten Landwirte in Deutschland wünschen sich Schulungen zum Umgang mit digitalen Lösungen. Der Mobilfunkausbau ist ebenfalls entscheidend, um digitale Technik erfolgreich einzusetzen: 42 Prozent der Befragten sagen, dass eine bessere mobile Internetverbindung etwas ist, was ihre Regierung tun kann, um den Einsatz digitaler Tools auf ihrem Betrieb zu fördern.

Joakim Reiter
Joakim Reiter, Chief External and Corporate Affairs Officer Vodafone Group © Vodafone Group

Joakim Reiter, Chief External and Corporate Affairs Officer der Vodafone Group, sagte: "Klimawandel, Energiekrise und steigende Materialkosten: Diese Umfrage ist ein Hilferuf der Landwirte, die vor großen Herausforderungen stehen. Unsere Landwirte wollen in Digital-Technik investieren, um die Krise zu meistern. Doch vielerorts fehlt das nötige Know-How, um Sensoren und Drohnen effektiv einzusetzen. Das müssen wir ändern. Unternehmen und Politik müssen noch enger zusammenarbeiten, um Landwirten Zugang zu digitalen Technologien, Informationen und Schulungen zu verschaffen, die sie für ihre Zukunftsfähigkeit benötigen."

Den vollständigen Bericht 'Landwirte und Digitalisierung' finden Sie hier.

Vodafone Deutschland

Vodafone ist einer der führenden Kommunikationskonzerne. Jeder zweite Deutsche ist ein Vodafone-Kunde – ob er surft, telefoniert oder fernsieht; ob er Büro, Bauernhof oder Fabrik mit Vodafone-Technologie vernetzt. Die Vodafone-Netze verbinden Deutschland: Familien und Freunde sowie Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie helfen auch dabei, entscheidende Sektoren wie Bildung und Gesundheitswesen gerade in Zeiten von COVID-19 am Laufen zu halten.

Die Düsseldorfer liefern Internet, Mobilfunk, Festnetz und Fernsehen aus einer Hand. Als Digitalisierungspartner der deutschen Wirtschaft zählt Vodafone Start-ups, Mittelständler genau wie DAX-Konzerne zu seinen Kunden. Kein anderes Unternehmen in Deutschland vernetzt über sein Mobilfunknetz mehr Menschen und Maschinen. Kein anderes deutsches Unternehmen bietet im Festnetz mehr Gigabit-Anschlüsse an als die Düsseldorfer. Und kein anderer Konzern hat mehr Fernseh-Kunden im Land.

Mit über 30 Millionen Mobilfunk-, fast 11 Millionen Breitband-, mehr als 13 Millionen TV-Kunden und zahlreichen digitalen Lösungen erwirtschaftet Vodafone Deutschland mit seinen rund 16.000 Mitarbeitenden einen jährlichen Gesamtumsatz von etwa 13 Milliarden Euro.

Als Gigabit-Company treibt Vodafone den Infrastruktur-Ausbau in Deutschland voran: Heute erreicht Vodafone in seinem bundesweiten Kabel-Glasfasernetz über 24 Millionen Haushalte, davon mehr als 23 Millionen mit Gigabit-Geschwindigkeit. In 2022 wird Vodafone zwei Drittel aller Deutschen mit Gigabit-Anschlüssen versorgen. Mit seinem 4G-Netz erreicht Vodafone mehr als 99% aller Haushalte in Deutschland. Vodafones Maschinennetz (Narrowband IoT) für Industrie und Wirtschaft funkt auf fast 97% der deutschen Fläche. Seit Mitte 2019 betreibt Vodafone auch das erste 5G-Netz in Deutschland und erreicht damit über 55 Millionen Menschen. Bis 2023 wird Vodafone 5G für 60 Millionen Menschen ausbauen.

Vodafone Deutschland ist mit einem Anteil von rund 30% am Gesamtumsatz die größte Landesgesellschaft der Vodafone Gruppe, einem der größten Telekommunikationskonzerne der Welt. Vodafone hat weltweit über 300 Millionen Mobilfunk-Kunden, mehr als 28 Millionen Festnetz-Kunden, 22 Millionen TV-Kunden und verbindet mehr als 160 Millionen Geräte mit dem Internet der Dinge.

Vodafone vernetzt Menschen und Maschinen weltweit. Und schafft damit eine bessere Zukunft für alle. Denn: Technologie ebnet den Weg für ein digitales Morgen. Dafür arbeitet Vodafone daran, sein Geschäft nachhaltig zu betreiben und die Umwelt zu schützen. Die Ziele: Bis 2025 klimaneutral und bis 2040 emissionsfrei zu werden. Um diese zu erreichen, nutzt Vodafone zu 100% Grünstrom, elektrifiziert seine Fahrzeugflotte, setzt auf eine grüne Lieferkette und stellt sicher, dass seine Netztechnik vollständig wiederverwendet, weiterverkauft oder recycelt wird. Darüber hinaus hilft Vodafone mit smarten IoT-Technologien anderen Unternehmen dabei, ihren C02-Fußabdruck zu minimieren.

Diversität ist in der Unternehmenskultur von Vodafone fest verankert und wird durch zahlreiche Maßnahmen gefördert. Dazu zählen Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenso wie Netzwerke für Frauen, Väter oder LGBT’s bis hin zu Diversitäts-Schulungen für Führungskräfte. Vodafone respektiert und wertschätzt alle Menschen: unabhängig von ethnischer Herkunft, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, Glauben, Kultur oder Religion.

Weitere Informationen: www.vodafone-deutschland.de oder www.vodafone.com.

*Gender-Hinweis

Lediglich aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird häufig nur die grammatisch männliche Form verwendet. Gemeint sind stets Menschen jeglicher geschlechtlicher Identität.

 

LauraCaspers

Laura Caspers

Expert Corporate Communications